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		<title><![CDATA[gedichtformen.de - Alle Foren]]></title>
		<link>http://www.gedichtformen.de/</link>
		<description><![CDATA[gedichtformen.de - http://www.gedichtformen.de]]></description>
		<pubDate>Sun, 20 May 2012 06:19:53 +0000</pubDate>
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		<item>
			<title><![CDATA[Wachstum]]></title>
			<link>http://www.gedichtformen.de/showthread.php?tid=1970</link>
			<pubDate>Sat, 19 May 2012 23:29:03 +0200</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.gedichtformen.de/showthread.php?tid=1970</guid>
			<description><![CDATA[<div style="text-align: center;">„Das Volk tümelt nicht!“ (Brecht)<br />
<div style="text-align: center;">Aber das</div> Wachs!<br />
 (Gipfel Acht))<br />
</div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align: center;">„Das Volk tümelt nicht!“ (Brecht)<br />
<div style="text-align: center;">Aber das</div> Wachs!<br />
 (Gipfel Acht))<br />
</div>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Blüte]]></title>
			<link>http://www.gedichtformen.de/showthread.php?tid=1969</link>
			<pubDate>Wed, 16 May 2012 22:06:07 +0200</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.gedichtformen.de/showthread.php?tid=1969</guid>
			<description><![CDATA[<div style="text-align: center;">Mit leisem Flattern<br />
erwachen Schmetterlinge,<br />
ein Bild vor Augen.</div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align: center;">Mit leisem Flattern<br />
erwachen Schmetterlinge,<br />
ein Bild vor Augen.</div>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Begegnung]]></title>
			<link>http://www.gedichtformen.de/showthread.php?tid=1968</link>
			<pubDate>Tue, 15 May 2012 16:01:58 +0200</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.gedichtformen.de/showthread.php?tid=1968</guid>
			<description><![CDATA[Eine Begegnung<br />
<br />
	Ein kleines Mädchen hat an einer Glücksbude eine Puppe gewonnen. Es ist ein armes Mädchen. Man merkt, daß seine Kleider geschenkt sind oder von älteren Geschwistern übernommen. Die Turnschuhe sind zu groß und ziemlich schmutzig. Auch die Haare des Kindes sind schmutzig und unordentlich. Die Puppe hingegen, der Hauptgewinn jener Losbude, trägt ein rosarotes Rüschenkleid und eine hoch getürmte Frisur. Die Besitzerin drückt das Plastikfräulein mit beiden Armen an sich und geht wie im Traum über die Brücke, die zur Bushaltestelle führt. Die Turnschuhe schlappen bei jeden Schritt, die langbewimperten Augendeckel der Puppe klappen auf und zu.<br />
	Auf der Brücke kommt ein anderes kleines Mädchen, an der Hand <br />
seiner Mutter, dem armen Kind entgegen. Es sieht aus wie die Kinder in den Illustrierten. Sommerhose und Pulli passen zusammen. Um den Hals trägt es an einem Kettchen ein goldenes Herz. Das reiche Kind duftet nach Badeschaum und zeigt beim Lachen eine Zahnspange. Eine Puppe hat es auch dabei, achtlos unter den Arm geklemmt. Es ist eine Flickenliesel von kunstvoll zerlumptem Design, wie man sie in Boutiquen findet. Die Flicken sind braun und lila, die Puppe hat eine wilde Fransenfrisur.<br />
	Das abgerissene Kind mit dem Glitzerstück und das gepflegte Kind mit dem Lumpenbalg streifen einander im Vorübergehen mit einem Blick und haben die Begegnung im nächsten Moment vergessen. <br />
        Das Gedächtnis indes hat seine eigenen Gesetze. Dreizehn Jahre später wird das arme Mädchen nach einer Abtreibung verbluten und wieder fünf Jahre danach das reiche Mädchen bei einer Segelpartie ertrinken. Kurz bevor sie das Bewußtsein verlieren, wird bei beiden jungen Frauen das Ereignis auf der Brücke wieder auftauchen als flüchtiges Bild unter anderen Bildern.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Eine Begegnung<br />
<br />
	Ein kleines Mädchen hat an einer Glücksbude eine Puppe gewonnen. Es ist ein armes Mädchen. Man merkt, daß seine Kleider geschenkt sind oder von älteren Geschwistern übernommen. Die Turnschuhe sind zu groß und ziemlich schmutzig. Auch die Haare des Kindes sind schmutzig und unordentlich. Die Puppe hingegen, der Hauptgewinn jener Losbude, trägt ein rosarotes Rüschenkleid und eine hoch getürmte Frisur. Die Besitzerin drückt das Plastikfräulein mit beiden Armen an sich und geht wie im Traum über die Brücke, die zur Bushaltestelle führt. Die Turnschuhe schlappen bei jeden Schritt, die langbewimperten Augendeckel der Puppe klappen auf und zu.<br />
	Auf der Brücke kommt ein anderes kleines Mädchen, an der Hand <br />
seiner Mutter, dem armen Kind entgegen. Es sieht aus wie die Kinder in den Illustrierten. Sommerhose und Pulli passen zusammen. Um den Hals trägt es an einem Kettchen ein goldenes Herz. Das reiche Kind duftet nach Badeschaum und zeigt beim Lachen eine Zahnspange. Eine Puppe hat es auch dabei, achtlos unter den Arm geklemmt. Es ist eine Flickenliesel von kunstvoll zerlumptem Design, wie man sie in Boutiquen findet. Die Flicken sind braun und lila, die Puppe hat eine wilde Fransenfrisur.<br />
	Das abgerissene Kind mit dem Glitzerstück und das gepflegte Kind mit dem Lumpenbalg streifen einander im Vorübergehen mit einem Blick und haben die Begegnung im nächsten Moment vergessen. <br />
        Das Gedächtnis indes hat seine eigenen Gesetze. Dreizehn Jahre später wird das arme Mädchen nach einer Abtreibung verbluten und wieder fünf Jahre danach das reiche Mädchen bei einer Segelpartie ertrinken. Kurz bevor sie das Bewußtsein verlieren, wird bei beiden jungen Frauen das Ereignis auf der Brücke wieder auftauchen als flüchtiges Bild unter anderen Bildern.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Die Nacht]]></title>
			<link>http://www.gedichtformen.de/showthread.php?tid=1967</link>
			<pubDate>Fri, 11 May 2012 21:21:45 +0200</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.gedichtformen.de/showthread.php?tid=1967</guid>
			<description><![CDATA[<div style="text-align: center;"><span style="font-weight: bold;">Die Nacht</span><br />
<br />
Im Rückblick die Gedanken kreisen,<br />
die Körper zärtlich sich berührten,<br />
bei inhaltsschweren Minneweisen,<br />
mit Sinnen ungestüm verführten.<br />
<br />
So war Gefühlswelt angesprochen,<br />
sie schuldete die Antwort nicht,<br />
wenn vehement die Schläfen pochen,<br />
verändert sich das Gleichgewicht.<br />
<br />
Im Rausch der Leidenschaft gebunden,<br />
das Du und Ich im Spiel zu zweit,<br />
als wir zur Gegenwart gefunden,<br />
war Morgenröte nicht mehr weit.<br />
<br />
Verlangen, Sehnsucht, Schüttelfieber,<br />
es drängte uns die Liebesglut,<br />
Vergangenes kommt niemals wieder,<br />
es bleibt erinnert, es war gut.<br />
<br />
© Kurier</div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align: center;"><span style="font-weight: bold;">Die Nacht</span><br />
<br />
Im Rückblick die Gedanken kreisen,<br />
die Körper zärtlich sich berührten,<br />
bei inhaltsschweren Minneweisen,<br />
mit Sinnen ungestüm verführten.<br />
<br />
So war Gefühlswelt angesprochen,<br />
sie schuldete die Antwort nicht,<br />
wenn vehement die Schläfen pochen,<br />
verändert sich das Gleichgewicht.<br />
<br />
Im Rausch der Leidenschaft gebunden,<br />
das Du und Ich im Spiel zu zweit,<br />
als wir zur Gegenwart gefunden,<br />
war Morgenröte nicht mehr weit.<br />
<br />
Verlangen, Sehnsucht, Schüttelfieber,<br />
es drängte uns die Liebesglut,<br />
Vergangenes kommt niemals wieder,<br />
es bleibt erinnert, es war gut.<br />
<br />
© Kurier</div>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Trugschluss]]></title>
			<link>http://www.gedichtformen.de/showthread.php?tid=1966</link>
			<pubDate>Sat, 05 May 2012 13:02:03 +0200</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.gedichtformen.de/showthread.php?tid=1966</guid>
			<description><![CDATA[<div style="text-align: center;"><span style="font-weight: bold;">Trugschluss</span><br />
<br />
Wer sich vor der Erziehung drückt,<br />
und dies als Toleranz benickt,<br />
erkennt erst morgen, dann zu spät,<br />
dass solches Tun die Norm verweht.<br />
<span style="font-size: xx-small;">© Kurier</span></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align: center;"><span style="font-weight: bold;">Trugschluss</span><br />
<br />
Wer sich vor der Erziehung drückt,<br />
und dies als Toleranz benickt,<br />
erkennt erst morgen, dann zu spät,<br />
dass solches Tun die Norm verweht.<br />
<span style="font-size: xx-small;">© Kurier</span></div>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Aphorismus]]></title>
			<link>http://www.gedichtformen.de/showthread.php?tid=1965</link>
			<pubDate>Fri, 04 May 2012 18:54:46 +0200</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.gedichtformen.de/showthread.php?tid=1965</guid>
			<description><![CDATA[Die Geschichten meines Lebens gleichen einem Haufen hingeworfener Mikadostäbchen, die sich gegenseitig kreuzen und überlagern; will man eines herausziehen, kommt der ganze Haufen zum Beben.<br />
© A. Gröpler]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Die Geschichten meines Lebens gleichen einem Haufen hingeworfener Mikadostäbchen, die sich gegenseitig kreuzen und überlagern; will man eines herausziehen, kommt der ganze Haufen zum Beben.<br />
© A. Gröpler]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[CyberLove]]></title>
			<link>http://www.gedichtformen.de/showthread.php?tid=1964</link>
			<pubDate>Tue, 01 May 2012 23:16:54 +0200</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.gedichtformen.de/showthread.php?tid=1964</guid>
			<description><![CDATA[<div style="text-align: center;">Der Funke springt nicht<br />
Die Realität hält nicht<br />
was das Netz versprach</div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align: center;">Der Funke springt nicht<br />
Die Realität hält nicht<br />
was das Netz versprach</div>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[cyberlove]]></title>
			<link>http://www.gedichtformen.de/showthread.php?tid=1963</link>
			<pubDate>Mon, 30 Apr 2012 23:20:54 +0200</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.gedichtformen.de/showthread.php?tid=1963</guid>
			<description><![CDATA[Verdurstend sitzt er<br />
zuhause am Computer,<br />
sucht nach der Liebe.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Verdurstend sitzt er<br />
zuhause am Computer,<br />
sucht nach der Liebe.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Das Mädchen mit der Okarina (Ein Rungholt-Lied) - [Fünfhebiger Jambus]]]></title>
			<link>http://www.gedichtformen.de/showthread.php?tid=1962</link>
			<pubDate>Sun, 29 Apr 2012 22:31:49 +0200</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.gedichtformen.de/showthread.php?tid=1962</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;">Das Mädchen mit der Okarina</span><br />
(Ein Rungholt-Lied)<br />
<br />
Nach langer Fahrt kam sie ins Friesenland<br />
als Fremde, als die Waise aus Messina.<br />
Was blieb, war Vaters irdne Okarina<br />
und Trost, den sie in seinen Liedern fand.<br />
<br />
Und wieder weht ein Klagelied<br />
vom Dünenkamm weit in die Abendstille,<br />
erzählt von Gott, Natur und Menschenwille<br />
vom Kampf, den stets die See für sich entschied.<br />
<br />
Die Nordsee atmet schwer in Dämmerglut.<br />
Ringsum die Marsch zerfurcht von Torfstichwunden<br />
verblutet stumm im Rauch aus Feuermunden.<br />
Noch schwankt ein Salzschiff westwärts mit der Flut.<br />
<br />
Von Rungholts Kirchwarft ruft die Glocke her:<br />
Erinner’ dich! Der Rauch, das Feuer, Schwefel,<br />
der Lavastrom, es war der Menschenfrevel!<br />
Am Ende schuf ein Gleichgewicht das Meer.<br />
<br />
Sie weiß, bald geht sie mit den Wassern fort.<br />
Die Flöte aber, gut beschützt von Schlick und Soden,<br />
wird Lebensretter – Rungholt Wattenboden.<br />
Sie weint, das Salz der Tränen weiht den Ort.<br />
<br />
<br />
© Friedrich<br />
<br />
<span style="font-style: italic;">Hintergrund: <a href="http://www.halligfreunde.de/kleine_halligen_vogelhalligen_suedfall.html" target="_blank">Die Rungholt -Okarina von der Hallig Südfall</a> (Im <a href="http://www.museumsverbund-nordfriesland.de/nordseemuseum/1-0-Home.html" target="_blank">Nordsee-Museum</a> von Husum)</span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;">Das Mädchen mit der Okarina</span><br />
(Ein Rungholt-Lied)<br />
<br />
Nach langer Fahrt kam sie ins Friesenland<br />
als Fremde, als die Waise aus Messina.<br />
Was blieb, war Vaters irdne Okarina<br />
und Trost, den sie in seinen Liedern fand.<br />
<br />
Und wieder weht ein Klagelied<br />
vom Dünenkamm weit in die Abendstille,<br />
erzählt von Gott, Natur und Menschenwille<br />
vom Kampf, den stets die See für sich entschied.<br />
<br />
Die Nordsee atmet schwer in Dämmerglut.<br />
Ringsum die Marsch zerfurcht von Torfstichwunden<br />
verblutet stumm im Rauch aus Feuermunden.<br />
Noch schwankt ein Salzschiff westwärts mit der Flut.<br />
<br />
Von Rungholts Kirchwarft ruft die Glocke her:<br />
Erinner’ dich! Der Rauch, das Feuer, Schwefel,<br />
der Lavastrom, es war der Menschenfrevel!<br />
Am Ende schuf ein Gleichgewicht das Meer.<br />
<br />
Sie weiß, bald geht sie mit den Wassern fort.<br />
Die Flöte aber, gut beschützt von Schlick und Soden,<br />
wird Lebensretter – Rungholt Wattenboden.<br />
Sie weint, das Salz der Tränen weiht den Ort.<br />
<br />
<br />
© Friedrich<br />
<br />
<span style="font-style: italic;">Hintergrund: <a href="http://www.halligfreunde.de/kleine_halligen_vogelhalligen_suedfall.html" target="_blank">Die Rungholt -Okarina von der Hallig Südfall</a> (Im <a href="http://www.museumsverbund-nordfriesland.de/nordseemuseum/1-0-Home.html" target="_blank">Nordsee-Museum</a> von Husum)</span>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Hundredandeighty]]></title>
			<link>http://www.gedichtformen.de/showthread.php?tid=1961</link>
			<pubDate>Thu, 26 Apr 2012 02:33:13 +0200</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.gedichtformen.de/showthread.php?tid=1961</guid>
			<description><![CDATA[Ein Pfeilwerfer aus Hinterzarten<br />
warf 180 unlängst beim Darten.<br />
Doch dann in Turnieren<br />
sah man ihn verlieren.<br />
Der Tripple, er ließ auf sich warten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Ein Pfeilwerfer aus Hinterzarten<br />
warf 180 unlängst beim Darten.<br />
Doch dann in Turnieren<br />
sah man ihn verlieren.<br />
Der Tripple, er ließ auf sich warten.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Seltsam]]></title>
			<link>http://www.gedichtformen.de/showthread.php?tid=1960</link>
			<pubDate>Wed, 25 Apr 2012 12:20:32 +0200</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.gedichtformen.de/showthread.php?tid=1960</guid>
			<description><![CDATA[Seltsam<br />
<br />
<br />
Eine Operation ist eine durchaus ernste und gar nicht so einfache  Angelegenheit, doch es musste sein, und so machte ich mich mit sehr gemischten Gefühlen auf den Weg, und begab mich in die Hände der bewährten  Spezialisten eines Krankenhauses. Die Aufenthaltsdauer sollte etwa vierzehn Tage betragen.<br />
Mein Zimmernachbar, ein schlanker netter Mann um die Vierzig, schien mir solide und angenehm; wir würden die gemeinsame Leidenszeit  sicher problemlos miteinander verbringen, kurz, die Chemie stimmte.<br />
Der Raum, für drei Betten nebeneinander eingerichtet, war zum Zweibettzimmer umfunktioniert worden; der Abstand zwischen Betten betrug daher etwa zwei Meter. <br />
Wir wurden beide einen Tag nach der Aufnahme operiert.<br />
Die ersten zwei Tage nach dem Eingriff waren nicht die angenehmsten, nein ich muss es bekennen: Sie waren einfach schrecklich, vergingen quälend langsam, doch allmählich erwachten die alten Lebensgeister wieder. Neben fernsehen und lesen führten wir auch angeregte Gespräche über dies und jenes, kurz: Wir verstanden uns gut, doch eines fiel mir auf: Mein netter Bettnachbar verschwand bereits am dritten Tag mehrmals über außergewöhnliche lange Zeiträume in unserer gemeinsamen Nasszelle. Es kam mir aber nicht in den Sinn, ihn zu fragen, warum er sich so oft und lange dort aufhalte. <br />
Täglich wurden wir von unseren Frauen besucht, und durch den relativ großen Abstand der Betten voneinander blieb mit gegenseitiger Rücksichtnahme, ganz einfach in leiserem Sprechen begründet, die Intimsphäre einigermaßen gewahrt.<br />
                                  <br />
Am vierten Tag unseres gemeinsamen Beisammenseins brachte Ihm seine Frau einen postkartenähnlichen, flachen grasgrünen Gegenstand mit, den er immer wieder in die Hand nahm, und mit dem er sich ausgiebig und zeitaufwendig jeden Tag beschäftigte. Das Ding piepste nicht und gab auch sonst keine Geräusche von sich. Anfangs machte ich mir darüber keine Gedanken, doch nach etwa  einer Woche erregte es langsam meine Aufmerksamkeit und weckte damit, ob gewollt oder nicht, mein Interesse; ich vermutete ein Geduldsspiel oder irgendeinen Fixiergegenstand.<br />
Da er ab und zu den Raum verließ, lag das geheimnisvolle Ding mit dem Rücken nach oben, friedlich auf seinem Nachttisch, und mich juckte es in den Fingern, diesen Gegenstand einmal näher zu betrachten, denn wenn meine Neugierde erst einmal geweckt ist, entsteht ein Informationsbedürfnis, das nur durch Beseitigen dieser Wissenslücke befriedigt werden kann. <br />
Ich hätte einfach zu gerne gewusst, worin die offensichtlich große Anziehungskraft dieses kleinen Dinges bestand.<br />
Natürlich hätte ich ihn fragen können, aber das schien mir zu banal, und ein Nachschauen während seiner Abwesenheit, es lag ja auf seinem Tischchen, hätte ich als Vertrauensbruch in unserer Zwangsgemeinschaft angesehen.<br />
Also blieb weiterhin die Frage offen: Was, zum Teufel mag denn an diesem Ding nur so anziehend sein, dass es ihn anscheinend so umfassend befriedigend beschäftigen konnte?<br />
Meine stille Frage wurde nicht beantwortet, und wäre mir nicht der Zufall zu Hilfe gekommen, ich würde vermutlich heute noch raten, was das damals wohl gewesen sein könnte.<br />
Doch dann war alles plötzlich ganz einfach: <br />
Als der geheimnisvolle Gegenstand eines Tages neben der Tageszeitung auf dem Rücken lag, traf mich fast der Schlag: Es war ein Spiegel – und seither kann ich mir nicht nur einen Narziss vorstellen, ich kenne einen!<br />
© Kurier]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Seltsam<br />
<br />
<br />
Eine Operation ist eine durchaus ernste und gar nicht so einfache  Angelegenheit, doch es musste sein, und so machte ich mich mit sehr gemischten Gefühlen auf den Weg, und begab mich in die Hände der bewährten  Spezialisten eines Krankenhauses. Die Aufenthaltsdauer sollte etwa vierzehn Tage betragen.<br />
Mein Zimmernachbar, ein schlanker netter Mann um die Vierzig, schien mir solide und angenehm; wir würden die gemeinsame Leidenszeit  sicher problemlos miteinander verbringen, kurz, die Chemie stimmte.<br />
Der Raum, für drei Betten nebeneinander eingerichtet, war zum Zweibettzimmer umfunktioniert worden; der Abstand zwischen Betten betrug daher etwa zwei Meter. <br />
Wir wurden beide einen Tag nach der Aufnahme operiert.<br />
Die ersten zwei Tage nach dem Eingriff waren nicht die angenehmsten, nein ich muss es bekennen: Sie waren einfach schrecklich, vergingen quälend langsam, doch allmählich erwachten die alten Lebensgeister wieder. Neben fernsehen und lesen führten wir auch angeregte Gespräche über dies und jenes, kurz: Wir verstanden uns gut, doch eines fiel mir auf: Mein netter Bettnachbar verschwand bereits am dritten Tag mehrmals über außergewöhnliche lange Zeiträume in unserer gemeinsamen Nasszelle. Es kam mir aber nicht in den Sinn, ihn zu fragen, warum er sich so oft und lange dort aufhalte. <br />
Täglich wurden wir von unseren Frauen besucht, und durch den relativ großen Abstand der Betten voneinander blieb mit gegenseitiger Rücksichtnahme, ganz einfach in leiserem Sprechen begründet, die Intimsphäre einigermaßen gewahrt.<br />
                                  <br />
Am vierten Tag unseres gemeinsamen Beisammenseins brachte Ihm seine Frau einen postkartenähnlichen, flachen grasgrünen Gegenstand mit, den er immer wieder in die Hand nahm, und mit dem er sich ausgiebig und zeitaufwendig jeden Tag beschäftigte. Das Ding piepste nicht und gab auch sonst keine Geräusche von sich. Anfangs machte ich mir darüber keine Gedanken, doch nach etwa  einer Woche erregte es langsam meine Aufmerksamkeit und weckte damit, ob gewollt oder nicht, mein Interesse; ich vermutete ein Geduldsspiel oder irgendeinen Fixiergegenstand.<br />
Da er ab und zu den Raum verließ, lag das geheimnisvolle Ding mit dem Rücken nach oben, friedlich auf seinem Nachttisch, und mich juckte es in den Fingern, diesen Gegenstand einmal näher zu betrachten, denn wenn meine Neugierde erst einmal geweckt ist, entsteht ein Informationsbedürfnis, das nur durch Beseitigen dieser Wissenslücke befriedigt werden kann. <br />
Ich hätte einfach zu gerne gewusst, worin die offensichtlich große Anziehungskraft dieses kleinen Dinges bestand.<br />
Natürlich hätte ich ihn fragen können, aber das schien mir zu banal, und ein Nachschauen während seiner Abwesenheit, es lag ja auf seinem Tischchen, hätte ich als Vertrauensbruch in unserer Zwangsgemeinschaft angesehen.<br />
Also blieb weiterhin die Frage offen: Was, zum Teufel mag denn an diesem Ding nur so anziehend sein, dass es ihn anscheinend so umfassend befriedigend beschäftigen konnte?<br />
Meine stille Frage wurde nicht beantwortet, und wäre mir nicht der Zufall zu Hilfe gekommen, ich würde vermutlich heute noch raten, was das damals wohl gewesen sein könnte.<br />
Doch dann war alles plötzlich ganz einfach: <br />
Als der geheimnisvolle Gegenstand eines Tages neben der Tageszeitung auf dem Rücken lag, traf mich fast der Schlag: Es war ein Spiegel – und seither kann ich mir nicht nur einen Narziss vorstellen, ich kenne einen!<br />
© Kurier]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Bücher]]></title>
			<link>http://www.gedichtformen.de/showthread.php?tid=1959</link>
			<pubDate>Sat, 21 Apr 2012 13:26:00 +0200</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.gedichtformen.de/showthread.php?tid=1959</guid>
			<description><![CDATA[alte Frau im Frühling<br />
<br />
nein was die Bücher staubig sind<br />
sie klappt die Deckel in den Wind<br />
am offnen Fenster in den Frühlingswind<br />
<br />
sieh an, hier ist ja der Baudelaire<br />
Gedichte las sie lang nicht mehr<br />
auch Märchen, Dramen las sie lang nicht mehr<br />
<br />
sie greift zu Büchner, Kleist und Hauff<br />
die Lieder Heines schlägt sie auf<br />
King Lear und Faust und Hamlet schlägt sie auf<br />
<br />
vergessen ist der Bücherstaub<br />
die Sonne spielt im Buchenlaub<br />
wirft Schattenkringel von dem jungen Laub<br />
<br />
sie liest von Stund- zu Stundenschlag<br />
und so vergeht der ganze Tag<br />
vergeht in Rausch und Traum ein Frühlingstag]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[alte Frau im Frühling<br />
<br />
nein was die Bücher staubig sind<br />
sie klappt die Deckel in den Wind<br />
am offnen Fenster in den Frühlingswind<br />
<br />
sieh an, hier ist ja der Baudelaire<br />
Gedichte las sie lang nicht mehr<br />
auch Märchen, Dramen las sie lang nicht mehr<br />
<br />
sie greift zu Büchner, Kleist und Hauff<br />
die Lieder Heines schlägt sie auf<br />
King Lear und Faust und Hamlet schlägt sie auf<br />
<br />
vergessen ist der Bücherstaub<br />
die Sonne spielt im Buchenlaub<br />
wirft Schattenkringel von dem jungen Laub<br />
<br />
sie liest von Stund- zu Stundenschlag<br />
und so vergeht der ganze Tag<br />
vergeht in Rausch und Traum ein Frühlingstag]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Das Geschenk des Lebens]]></title>
			<link>http://www.gedichtformen.de/showthread.php?tid=1958</link>
			<pubDate>Sat, 14 Apr 2012 23:05:59 +0200</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.gedichtformen.de/showthread.php?tid=1958</guid>
			<description><![CDATA[Immer erfolgreicher werdende Bemühungen der Durchdringung jener geist- pergamentenen Scheidewand zwischen Traum und Wachzustand zeigen das ganze  Drama des Seins als panoramaartiges Gesamtwerk in seinen bewegten Bildern und schenken, einer früher oft verspürten Todesfurcht gänzlich zu entbehren.<br />
Selbst als oberstes Glied in der Nahrungskette zu fungieren- letztendlich als Fraß für Würmer und Mikroben- hat einen höheren Sinn, als die Absonderlichkeiten der Müllausschüttung täglichen Politikbetriebes für wichtig nehmen zu sollen.<br />
<br />
© Armin Gröpler]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Immer erfolgreicher werdende Bemühungen der Durchdringung jener geist- pergamentenen Scheidewand zwischen Traum und Wachzustand zeigen das ganze  Drama des Seins als panoramaartiges Gesamtwerk in seinen bewegten Bildern und schenken, einer früher oft verspürten Todesfurcht gänzlich zu entbehren.<br />
Selbst als oberstes Glied in der Nahrungskette zu fungieren- letztendlich als Fraß für Würmer und Mikroben- hat einen höheren Sinn, als die Absonderlichkeiten der Müllausschüttung täglichen Politikbetriebes für wichtig nehmen zu sollen.<br />
<br />
© Armin Gröpler]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Appell]]></title>
			<link>http://www.gedichtformen.de/showthread.php?tid=1957</link>
			<pubDate>Fri, 13 Apr 2012 23:24:19 +0200</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.gedichtformen.de/showthread.php?tid=1957</guid>
			<description><![CDATA[<div style="text-align: center;"><span style="font-weight: bold;">Appell</span><br />
<br />
"Die Fahne raus und dann ganz schnell,<br />
der Morgen zählt schon Stunden,<br />
flugs aufgereiht zu dem Appell,<br />
wir sind im Stolz verbunden!"<br />
<br />
So tönt in Cuba weiterhin<br />
der Kommunisten Schrei,<br />
der Zwang verkehrt den wahren Sinn,<br />
das Herz ist nicht dabei.<br />
<br />
Die Freiheit ist ein kostbar´Gut,<br />
sie öffnet erst das Leben,<br />
die Hoffnung bleibt trotz stiller Wut,<br />
wann wird es Freiheit geben?<br />
<span style="font-size: xx-small;">© Kurier</span></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align: center;"><span style="font-weight: bold;">Appell</span><br />
<br />
"Die Fahne raus und dann ganz schnell,<br />
der Morgen zählt schon Stunden,<br />
flugs aufgereiht zu dem Appell,<br />
wir sind im Stolz verbunden!"<br />
<br />
So tönt in Cuba weiterhin<br />
der Kommunisten Schrei,<br />
der Zwang verkehrt den wahren Sinn,<br />
das Herz ist nicht dabei.<br />
<br />
Die Freiheit ist ein kostbar´Gut,<br />
sie öffnet erst das Leben,<br />
die Hoffnung bleibt trotz stiller Wut,<br />
wann wird es Freiheit geben?<br />
<span style="font-size: xx-small;">© Kurier</span></div>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[finale]]></title>
			<link>http://www.gedichtformen.de/showthread.php?tid=1956</link>
			<pubDate>Thu, 12 Apr 2012 14:57:33 +0200</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.gedichtformen.de/showthread.php?tid=1956</guid>
			<description><![CDATA[Tod eines Schauspielers<br />
			<br />
Sein Stichwort fiel. Er trat zum letzten Akt<br />
aus den Kulissen still und voller Würde.<br />
Befreit von aller Requisiten Bürde<br />
befreit von Schminke und Kostüm, ganz nackt<br />
<br />
und auf den eignen Herzschlag eingestimmt<br />
so folgte er (und ohne noch zu streiten)<br />
dem Regisseur, der seit Beginn der Zeiten<br />
die Rollen zuteilt, überprüft und nimmt.<br />
<br />
Die ihn umstanden, sahen tief erschrocken<br />
was ihm an Wahrheit zuwuchs, als im fahlen Licht<br />
so dicht auf dicht des Todes Schattenflocken<br />
<br />
herniedersanken. Unter dem Gewicht<br />
wollte der Atem ihnen schier wie seiner stocken.<br />
Und plötzlich ward zur Maske sein Gesicht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Tod eines Schauspielers<br />
			<br />
Sein Stichwort fiel. Er trat zum letzten Akt<br />
aus den Kulissen still und voller Würde.<br />
Befreit von aller Requisiten Bürde<br />
befreit von Schminke und Kostüm, ganz nackt<br />
<br />
und auf den eignen Herzschlag eingestimmt<br />
so folgte er (und ohne noch zu streiten)<br />
dem Regisseur, der seit Beginn der Zeiten<br />
die Rollen zuteilt, überprüft und nimmt.<br />
<br />
Die ihn umstanden, sahen tief erschrocken<br />
was ihm an Wahrheit zuwuchs, als im fahlen Licht<br />
so dicht auf dicht des Todes Schattenflocken<br />
<br />
herniedersanken. Unter dem Gewicht<br />
wollte der Atem ihnen schier wie seiner stocken.<br />
Und plötzlich ward zur Maske sein Gesicht.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Auserzählt]]></title>
			<link>http://www.gedichtformen.de/showthread.php?tid=1955</link>
			<pubDate>Wed, 11 Apr 2012 01:04:31 +0200</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.gedichtformen.de/showthread.php?tid=1955</guid>
			<description><![CDATA[<div style="text-align: center;">Ausgelagerte menschliche Gehirngeschehnisse.<br />
Auf Paletten gelagertes Gedankengut<br />
und in schubgeladenen<br />
Bibliotheken archiviert.<br />
<br />
Jetzt hervorgekramt… jetzt erst.<br />
<br />
Totschießen:<br />
Political Correctness?<br />
Leichen, bis zur diplomatischen Klärung?<br />
<br />
Der ganze patentierte Erfindergeist:<br />
‚Mit gieriger Hand nach Schätzen graben<br />
Und sich freuen, wenn man Regenwürmer findet.’<br />
<br />
Geistige Zerbeißproben alles nur,<br />
die ganze Aufklärung?<br />
Ut interficiam aliis!</div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align: center;">Ausgelagerte menschliche Gehirngeschehnisse.<br />
Auf Paletten gelagertes Gedankengut<br />
und in schubgeladenen<br />
Bibliotheken archiviert.<br />
<br />
Jetzt hervorgekramt… jetzt erst.<br />
<br />
Totschießen:<br />
Political Correctness?<br />
Leichen, bis zur diplomatischen Klärung?<br />
<br />
Der ganze patentierte Erfindergeist:<br />
‚Mit gieriger Hand nach Schätzen graben<br />
Und sich freuen, wenn man Regenwürmer findet.’<br />
<br />
Geistige Zerbeißproben alles nur,<br />
die ganze Aufklärung?<br />
Ut interficiam aliis!</div>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Vergessenheit]]></title>
			<link>http://www.gedichtformen.de/showthread.php?tid=1954</link>
			<pubDate>Wed, 11 Apr 2012 00:11:43 +0200</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.gedichtformen.de/showthread.php?tid=1954</guid>
			<description><![CDATA[<div style="text-align: center;">Des Dichters Wort- es hat sich eingetrübt<br />
Und die Idee vergeht in Erosionen.<br />
 <div style="text-align: center;">Was Lorbeerkränze einst- heut mürbe Kronen-<br />
In graue Winde frühes Wort verstiebt.<br />
<br />
Das Satzgebäude- deutlich einst gezimmert-<br />
es kann niemals mehr zum Beweise taugen<br />
Mit einem Schlag sind blind die Wunderaugen?<br />
Persona grata einst, zum ‚non’ verkümmert… <br />
<br />
Und Pegasus, jetzt Politikversessen,<br />
er ist mit falschem Sattel aufgelegt<br />
und galoppiert  verwirrt im Weltmachtgarten.<br />
<br />
Und wo die Hufe in Erwartung scharrten,<br />
Die flinken Beine- sie sind abgesägt-<br />
hat er das Ursprungsideal vergessen.<br />
<br />
</div></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align: center;">Des Dichters Wort- es hat sich eingetrübt<br />
Und die Idee vergeht in Erosionen.<br />
 <div style="text-align: center;">Was Lorbeerkränze einst- heut mürbe Kronen-<br />
In graue Winde frühes Wort verstiebt.<br />
<br />
Das Satzgebäude- deutlich einst gezimmert-<br />
es kann niemals mehr zum Beweise taugen<br />
Mit einem Schlag sind blind die Wunderaugen?<br />
Persona grata einst, zum ‚non’ verkümmert… <br />
<br />
Und Pegasus, jetzt Politikversessen,<br />
er ist mit falschem Sattel aufgelegt<br />
und galoppiert  verwirrt im Weltmachtgarten.<br />
<br />
Und wo die Hufe in Erwartung scharrten,<br />
Die flinken Beine- sie sind abgesägt-<br />
hat er das Ursprungsideal vergessen.<br />
<br />
</div></div>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Plus-Minus]]></title>
			<link>http://www.gedichtformen.de/showthread.php?tid=1953</link>
			<pubDate>Mon, 09 Apr 2012 14:10:56 +0200</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.gedichtformen.de/showthread.php?tid=1953</guid>
			<description><![CDATA[Eine NIMH-Batterie aus dem alten Rom<br />
stand permanent unter Wechselstrom.<br />
Von Minus und Plus<br />
hat sie nichts gewuss'.<br />
Nun flackert sie fröhlich im Petersdom.<br />
<br />
Grüße <br />
mondstein ©]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Eine NIMH-Batterie aus dem alten Rom<br />
stand permanent unter Wechselstrom.<br />
Von Minus und Plus<br />
hat sie nichts gewuss'.<br />
Nun flackert sie fröhlich im Petersdom.<br />
<br />
Grüße <br />
mondstein ©]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Kassel]]></title>
			<link>http://www.gedichtformen.de/showthread.php?tid=1952</link>
			<pubDate>Sun, 08 Apr 2012 11:47:54 +0200</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.gedichtformen.de/showthread.php?tid=1952</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;">Kassel</span><br />
<br />
Es war ein Schamane aus Kassel<br />
besessen vom Geist einer Assel.<br />
Er lief vollmechanisch,<br />
geradezu panisch,<br />
laut ratternd herum wie 'ne Rassel.<br />
<br />
<br />
© Friedrich]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;">Kassel</span><br />
<br />
Es war ein Schamane aus Kassel<br />
besessen vom Geist einer Assel.<br />
Er lief vollmechanisch,<br />
geradezu panisch,<br />
laut ratternd herum wie 'ne Rassel.<br />
<br />
<br />
© Friedrich]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Frohe Ostern]]></title>
			<link>http://www.gedichtformen.de/showthread.php?tid=1951</link>
			<pubDate>Sun, 08 Apr 2012 09:00:52 +0200</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.gedichtformen.de/showthread.php?tid=1951</guid>
			<description><![CDATA[Die Sonne aber lacht<br />
was habt ihr euch gedacht<br />
gewiss, ich gebe euch die Ehre<br />
glaubt nicht, dass darum Frühling wäre<br />
<br />
Frohe Ostern allen Gedichtfreunden<br />
mondstein <img src="images/smilies/flower.gif" style="vertical-align: middle;" border="0" alt="Flower" title="Flower" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Die Sonne aber lacht<br />
was habt ihr euch gedacht<br />
gewiss, ich gebe euch die Ehre<br />
glaubt nicht, dass darum Frühling wäre<br />
<br />
Frohe Ostern allen Gedichtfreunden<br />
mondstein <img src="images/smilies/flower.gif" style="vertical-align: middle;" border="0" alt="Flower" title="Flower" />]]></content:encoded>
		</item>
	</channel>
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